En bsundrige Sport
Es git e hufe Sportarte, die lätscht Johr zum tränd sind
worde. Aber ich verzäl es isch en hit, vom Wasserfahre s`beschti wos
git.
Ali Tag und ali Stund, Wasserfahre isch doch gsund. Am
Mittwuch und Fritig ufem Rii, trainiere mir und händ Spass debi.
Au am Wucheend, sind mir nid am end. Sondern mir düent üsi
Kraft nid Spare, mir gönt an zahlrichi Wettfahre.
Au nachem Wettkampf, hämer au kei Krampf. Denn mir händ en
grosse Durst, wo glösche wärde mues.
Und mit Stolz chani Säge, Ich bin eine vo däne!
Thomas Fraga 2011
In Ruhe nachlesen
Damit Sie die nachfolgenden Informationen auch zuhause in Ruhe nachlesen
können haben wir einen entsprechenden -Flyer
bereitgestellt
Geschichtlicher Abriss
Das Wasserfahren geht auf die frühere Flösserei zurück und wurde,
gemäss der Koblenzer Zollverordnung, bereits um 1200 rege berufsmässig
betrieben. In der Folge ent-standen in Bern, Solothurn, Zürich, Schaffhausen,
Baden, Laufenburg und Basel Schiffer-und Fischerzünfte. Die erste Zunft wurde im
Jahre 1336 in Zürich gegründet. Um 1820 wurde aus solchen Zünften eine Art
Genietruppe gebildet. Die Schweizer Armee nutzte dieses Fachwissen und
rekrutierte sie als Pontoniere und Sappeure für Flussüberquerungen und den
Brückenbau. Der Wasserfahrsport entwickelte sich aus den militärischen
Gruppierungen nach Gründung der ersten Wasserfahrvereine, welche Wasserfahren
auch als Sportart und als Wettkampf betreiben wollten.
Um die Jahre 1850 - 1950 entstand in den Arbeiterklassen ein Boom
mit der Absicht, sich nach der Arbeit sportlich zu messen und danach
am Stammstisch über Politik und Familie zu reden. Nach und nach wurde er vom
Kräftemessen beim Rudern zu einem weit verbreiteten Sport auf nationaler
Ebene. Es enstand ein gesellschaftlicher Trend in einem Sportverein
tätig zu sein. Heute noch führen viele Vereine, vorallem die ältesten
Wasserfahrvereine, das Kürzel AWS (Arbeiter Wasser Sportverein) in
ihren Vereinsnamen.
Der Sport Wasserfahren
Wasserfahren ist eine Rudersportart, die auf Flüssen und Stauseen
exklusiv nur in der Schweiz betrieben wird. Bei Wettkämpfen im Paar- oder
Einzelfahren werden mit Bojen und Stangen ausgesteckte Strecken befahren.
Gesamtzeit und Zielgenauigkeit bei Flossgassen und den Landungen am Ufer ergeben
die Rangfolge. Der Weidling (das Wettkampfboot) wird entweder durch
Stacheln oder Rudern fortbewegt. Wasserfahren erfordert Ausdauer und Kraft,
aber ebenso wichtig sind Technik und Erfahrung. Daher kann Wasserfahren als
Wettkampfsportart von 12 Jahren an bis ins hohe Alter betrieben werden. Gemäss
unserem Motto:
Alle Tag und alle Stund, Wasserfahrer sei
gesund.
Unser Sportgerät Der Weidling ist unser
Sportgerät und ist ca. 10 Meter lang und 320 Kg schwer. Zur Navigation benötigt
der Wasserfahrer ein Fahrgeschirr, welches aus Ruder, Ruderkreuz und Stachel
sowie der Sasse zum Wasserschöpfen besteht.
Rudern Die Technik ist der des Gondolieris in
Venedig sehr ähnlich.Der Einzelfahrer rudert mit einem Ruder stehend hinten auf
der linken Seite des Weidligs. Das Ruder liegt in einem Schlössli (Holzkreuz)
und ist nicht festgemacht. Damit das Schiff geradeaus fährt,muss der Fahrer nach
dem Ruderschlag das Ruder im Wasser wieder zu sich zurückziehen um den Kurs
gerade zu halten.Diese Technik nennen wir Wasserfahrer "Schwellen".
Training
Der Einstieg ins Wasserfahren erfolgt optimalerweise in jungen
Jahren (ab ca. 12 Jahren). Sportliche Leute können das Wasserfahrer ohne
weiteres auch später erlernen. Das Wasserfahren trainiert auf schonende
Weise den gesamten Muskelapparat. Verletzungen und
Abnützungserscheinungen treten daher selten auf.
Jeweils am Mittwoch- und Freitagabend finden von März bis
September die offiziellen Trainings statt. Jedoch können die Mitglieder jeder
Zeit auf unseren Trainingsstrecken beim Depot oder unterhalb des Kraftwerks auch
individuell trainieren.
Unsere Jungen
Unter fachkundiger Führung erlenen die Jungen den Umgang mit Weidling und
Fahrgeschirr. Sie nehmen an Wettfahrten auf speziell ausgesteckten Strecken
teil. In vordienstlichen Lektionen werden sie im Schnürren, Knoten und Schwimmen
ausgebildet. Alljährlich findet während den Sommerferien ein zweiwöchiges
Jugendlager am Vierwaldstättersee statt.
Wettkämpfe
Unser Verein nimmt regelmässig an
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• Paar- und Einzelfahren • Schweizer Meisterschaften •
Aargauer Meisterschaften |
teil und führt jährlich eine Vereinsmeisterschaft mit 3 Ausstichen durch. Bei
den kantonalen und nationalen Wettkämpfen gewinnt jeweils das erste Viertel der
Kategorie einen Kranz (Medaille).
Wettkampfkategorien
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• Schüler (ab 12) • Jungfahrer (ab14) • Junioren (ab 17) •
Aktive (ab 20) • Senioren (ab 40) • Veteranen (ab
50) |
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